Gemeinsam stark für die Natur

Damit Baumpieper, Fransen-Enzian und Randring-Perlmuttfalter auch morgen noch bei uns zu finden sind

Das zarte Sumpf-Herzblatt, den Himmelblauen Bläuling und viele andere Arten suchen Sie anderswo wohl umsonst. Denn auch im Landkreis Fürstenfeldbruck kommen solche Seltenheiten nur noch auf unseren Flächen vor. Dass sie auch in Zukunft ein Zuhause haben, dafür setzen wir uns unermüdlich ein!

Biotopschutz ist Artenschutz

Der Schutz heimischer Arten – ob Tiere oder Pflanzen – hat den Erhalt ihrer Lebensräume zur Voraussetzung. Das gilt natürlich ganz besonders für seltene und gar bedrohte Arten. Seit 1983 kümmern wir, die LBV-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck, uns deshalb schwerpunktmäßig um die Pflege wertvoller Lebensräume, sogenannte Biotope. Durch gezielte, nach naturschutzfachlichen Vorgaben durchgeführte, Pflegemaßnahmen schützen wir kostbare Flächen* vor der Zerstörung und sichern somit nachhaltig die Lebensgrundlage für zahlreiche Arten, die es heute nur noch auf unseren Flächen gibt – immerhin rund 40 Hektar im Landkreis. Dabei können wir immer wieder Hilfe von Freiwilligen gebrauchen. Interessiert?

 

Werden Sie aktiv in unserer AG Biotoppflege!

Steigende Artenvielfalt dank Sense und Freischneider

Die meisten Tier- und Pflanzenarten werden selten, weil ihre Lebensräume verloren gehen. Nährstoffarme Feuchtwiesen oder karge Halbtrockenrasen sind weitgehend verschwunden. Um diese Lebensräume wiederherzustellen und „bewohnbar“ zu machen, müssen Wiesen gemäht, wuchernde Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und das Mähgut von der Fläche entfernt werden, um optimale Bedingungen für die typischen Wiesenarten zu schaffen. Mahdzeitpunkt und Einsatz der verschiedenen Geräte (Sense, Freischneider, Balkenmäher) bzw. unserer tierischen Helfer (unsere Heckrinder) sind dabei angepasst an die jeweiligen Ansprüche der einzelnen Arten. Auch die Zurückdrängung eingewanderter Pflanzen (Neophyten), die unseren heimischen Arten durch starke Ausbreitung und schnelles Wachstum überlegen sind, zählt dabei zu unseren Aufgaben.

 

Auf diese Weise haben sich seit Beginn unserer Pflege vor über 40 Jahren eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume im Landkreis Fürstenfeldbruck wieder zurückerobert. Insgesamt kommen inzwischen fast 300 gefährdete Tier- und Pflanzenarten in unseren Biotopen vor, darunter etwa 270 Arten der Roten Liste.

* Flächenankäufe des LBV werden gefördert durch die Regierungen, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und den Bayerischen Naturschutzfonds. Mit Spenden werden auch Nebenkosten des Flächenerwerbs finanziert – wie Eigenanteile, die der LBV bei öffentlichen Zuschüssen erbringen muss, und Personalkosten, die rund um den Flächenkauf notwendig sind. Außerdem tragen Spenden zur anschließenden Pflege der Biotopflächen bei.
Für die Flächen der LBV-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck koordiniert der Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck e.V. als Projektträger die Umsetzung der Pflegemaßnahmen und vorfinanziert die Mittel hierfür. Die Maßnahmenumsetzung erfolgt über Landwirte sowie über ehrenamtliche Mitarbeitende des LBV, unter Anleitung eines Biotoppflege-Experten. Das Projekt wird mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) gefördert. 

Vielfältiger Lebensraum Niedermoor

Niedermoor © Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV Bildarchiv
Niedermoor © Dr. Eberhard Pfeuffer, LBV Bildarchiv

Wie vielerorts sind auch im Landkreis Fürstenfeldbruck nur noch Reste der ehemaligen, zum Teil riesigen Moose vorhanden. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diese wertvollen, artenreichen Lebensräume zu erhalten und zu pflegen. Mit Erfolg! Weiterlesen ...

Trockenlebensräume – Hotspots der Biodiversität

Himmelblauer Bläuling © Elke Tramp
Himmelblauer Bläuling © Elke Tramp

Die Halbtrockenrasengebiete am Bahndamm zwischen Buchenau und Grafrath, in der Rothschwaig und am Gröbenzeller Sandberg sind ausgesprochene Raritäten im Landkreis. Dank unserer Pflege findet sich hier ein Artenreichtum der Seinesgleichen sucht. Weiterlesen ...

Artenvielfalt durch extensive Beweidung

Heckrinder © Viktor Oswald
Heckrinder © Viktor Oswald

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